Unter dem Motto der Photo-Triennale „Currency“ werden die Kolonialmünzen aus Ostafrika im MHG durch eine - photographisch festgehaltene - tänzerische Intervention in Bewegung gebracht werden. Zusammen mit der Tänzerin Eva Lomby wird die Ausdruckskraft des Körpers als Inspirationsquelle in den Schaffensprozess Schwaggas mit einbezogen. Es entsteht eine Collage aus Photographien und Exponaten aus dem MHG und auch aus dem Museum am Rothenbaum, Kulturen und Künste der Welt (MARKK).

Der Fotograf beleuchtet dabei verschiedene Aspekte aus unterschiedlichen Perspektiven: historische, (post-) koloniale, kulturelle, soziale, ästhetische, technische. Schwagga nimmt dabei gleichzeitig den Blick der ehemals Kolonisierten auf. Welche Bedeutung und Funktion hatten diese Münzen – für wen? Welche wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Auswirkungen hatte die Einführung der Kolonialwährung in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika?

Durch die künstlerische Installation soll in mehrfacher Hinsicht ein Perspektiv- und Bedeutungswechsel ermöglicht werden, der ein anderes Licht auf die Geschichte wirft!


Kuratorin: Yolanda Gutiérrez
Assistenz: Lucia Lilien Heffner
Produktion: SHAPE THE FUTURE
Photograph: Chris Schwagga
Tänzerin: Eva Lomby
Video: Munimum Art

Eine Produktion vom Museum für Hamburgische Geschichte zusammen mit der Phototriennale Hamburg und Yolanda Gutiérrez (SHAPE THE FUTURE).
Gefördert von der Stiftung Historische Museen Hamburg und der Behörde für Kultur und Medien. Sowie vom Dachverband Tanz für die Rechercheförderung.


Premiere am Freitag 24.06 um 17:30
Samstag und Sonntag 25. und 26. Juni um 11:30 und 17:30
Treffpunkt: Museum für Hamburgische Geschichte /Holstenwall 24

In DECOLONYCITIES Windhuk-Hamburg geht die Choreografin Künstler*innen aus Windhuk und Hamburg auf Spurensuche zur kolonialen Vergangenheit Hamburgs und bespielen Orte rund um das Museum für Hamburgische Geschichte, dem Bismarck-Denkmal und Baakenhafen. Performer*innen aus Windhuk besetzen für einen Moment den öffentlichen Raum, um ihre künstlerische Interpretation im Kontext von Dekolonisierung in tänzerischen Interventionen freizulegen. Hamburgs Geschichte mit seinem Handel und Hafen ist bestimmt durch seine koloniale Vergangenheit. Das Deutsche Reich war von 1884 bis 1915 Kolonialmacht in Namibia und schlug zwei Volksaufstände der Herero und Nama brutal nieder. Hamburg bildete einen logistischen Knotenpunkt für den militärischen Nachschub während des Völkermordes an der namibischen Bevölkerung. Der performative Rundgang führt die Zuschauer*innen auch an den Baakenhafen. Zu Fuß und auf der Barkasse hören die Zuschauer*innen über Kopfhörer Statements der Künstler*innen und kritische Texte zur Deutung der Hamburger Kolonialgeschichte, immer bezogen auf die Wahrnehmung der ehemals Kolonisierten. In einem offenen Atelier befasst sich eine namibische Künstlerin mit der Repräsentation kolonialer Geschichte in den permanenten Ausstellungen der MfHG. In diesem Audiowalk intervenieren die Tänzer*innen an Erinnerungsorten und erzeugen eine körperlich-choreografische dekolonisierende Perspektive auf die Stadt Hamburg.


[Konzept/Leitung/Choreografie] Yolanda Gutiérrez
[Produktionsleitung] Gesine Kästner
[Assistenz Management] Lucia Lilen Heffner
[Dramaturgie] Judith Mauch
[Mitarbeit Geschichte] Jan Kawlath
[Presse-und Öffentlichkeitsarbeit] Andrea Möller
[Graphik Design] Dr. Calavera
[Audioguidestimme] Zainab X
[Kostüme] Yupanqui Ramos
[Tanz/Performance] Eva Lomby, Faizel Browny, Justina Andreas, West Uarije.
[Bildende Künstlerin] Vitjitua Ndjiharine
[Video/Foto/Audio] Munimum Art

Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ - STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz.
Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien
In Kooperation mit dem Museum für Hamburgische Geschichte und Kampnagel.Nationales Performance Netz

Oktober 2022

Yolanda Gutierrez hat in verschiedenen europäischen Städten anhand von choreografischen Arbeiten, dem Konzept der Dekolonisierung, drei grundlegende Aspekte untersucht: das Persönliche, die Geschichte der Architektur und den historischen kolonialen Kontext der Orte. Sie verwandelt all dies in den performativen Körper, den kolonisierenden Körper und den kolonisierten Körper untersucht.

Ausgehend von der Idee, dass diese drei Konzepte ein lebendiges Archiv sind, um den Inhalt seiner Arbeit zu generieren, bildet sie diesmal ein Team deutscher und mexikanischer Tänzer*nnen mit ganz besonderen Merkmalen, um den öffentlichen Raum in Mexiko-Stadt zu erkunden.

Diese Erzählungen haben ihren Weg gefunden, trotz der kollektiven Vorstellungskraft, die die Versionen der Eroberer umrahmt und die Versionen der Eroberten trübt.

Dieses Labor eröffnet einen kritischen und performativen Ort, an dem sich die Stimme und der Körper ausdrücken können, und stellt eine Kolonialisierung in Frage, die von politisch über wirtschaftlich bis hin zu kulturellen Einfluß bis heute reicht..

Decolonize your mind! Decolonize your body! Decolonize your city!


[Konzept/Leitung/Choreographie] Yolanda Gutiérrez
[Produktionsleitung] Lucia Lilen Heffner
[Assistenz] Andrés Moreno
[Audio/Musik] ALTOPARLANTE
[Dramaturgie] Antonio Salinas
[Erzählerstimme] Yolanda Gutiérrez
[Tanz] Eva Lomby, Jorge Guillén, Aime Irasema

Gefördert duch Goethe Institut-Mexiko und die Behörde für Kultur und Medien Hamburg.



[Konzept/Leitung] Yolanda Gutiérrez
[Management] Lucia Lilen Heffner
[Dramaturgie] Judith Mauch
[Presse-und Öffentlichkeitsarbeit] Andrea Möller
[Graphik Design] Dr. Calavera

SHAPE THE FUTURE ist eine neu gegründete künstlerische Plattform der mexikanisch-deutschen Choreographin Yolanda Gutiérrez.
SHAPE THE FUTURE produziert mit einem internationalen Team die Projekte URBAN BODIES PROJECT, DECOLONYCITIES und DECONSTRUCT SPACES im öffentlichen Raum.
SHAPE THE FUTURE realisiert weltweit performative Rundgänge in verschiedenen Städten und Kontexten - sei es in Museen, Häfen, Denkmälern oder anderen kolonial geprägten urbanen Orten. Mittels tänzerischer Interventionen entstehen neue Sichtweisen auf koloniale Erinnerungsorte, um politische, lokale und internationale Einschreibungen zu reflektieren und deren Relevanz im Kontext von Dekolonisierung und Dekonstruktion aufzuzeigen. Während sich URBAN BODIES PROJECT und DECOLONYCITIES konkret mit der Aufarbeitung lokaler Kolonialgeschichte auseinandersetzen, entwickelt DECONSTRUCT SPACES tänzerische Perspektiven auch auf andere historische Machtverhältnisse, die in unserer Gesellschaft existieren.
SHAPE THE FUTURE ist eine Spurensuche.

Unterstützt durch DIEHL+RITTER/TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz